Schiller für Jugendliche? Auf alle Fälle! Denn der Dichter hat viel zu bieten. Schiller war, trotz seiner Krankheiten, sein ganzes Leben lang von jugendlicher Kraft, ein lebensfroher und energiegeladener Mensch. Einer, der für Veränderungen, für die Sprengung jeder Einengung und Unfreiheit gekämpft hat, ganz nach dem Motto "Man muss können, was man will." Im neuen Schiller-Lesebuch werden die für junge Leser manchmal schwer verständlichen Texte erklärt und interpretiert und die Autorinnen lassen Schiller auch in Original-Auszügen aus seinen Werken selbst zu Wort kommen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2005
Als "echten Lichtblick" in der Masse der aktuellen Schiller-Veröffentlichungen rühmt Burkhard Müller dieses Lesebuch für Jugendliche von Christiana Engelmann und Claudia Kaiser. Die Autoren halten eine "wohldurchdachte Mitte" aus Lesebuch, Kommentar, Biografie und Interpretation. Der Rezensent attestiert Kaiser und Engelmann nicht nur eine "glückliche Hand" bei der Auswahl von Zitaten, sondern lobt auch den Ausbau, der sich um der Lesbarkeit willen von der Werkchronologie löse. Die Sprache sei "flott, mitunter flapsig", ein für Müller offensichtlich wohltuender Kontrast zu Schillers getragenerem Duktus. Bei aller Lockerheit hielten die Autoren dabei Schiller "immer die Treue" und gleiten nicht in die bei ihrem Subjekt naheligende "schmunzelnde Ironie" ab. Denn ernsthaft sei das Ganze doch, beruhigt Müller: "Verbilligt abgegeben wird nichts."
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