Gespräche und Interviews mit Nike Bertram, Thomas Hettche und Kathrin Röggla. Was hat Literatur mit Technologie, Kunst mit New Economy zu tun? Welche Chancen und Gefahren bringt der digitale Literaturbetrieb für Leser, Autoren und Verleger? Wie verhält sich der Printbereich zu den Neuen Medien? Wer sind die neuen Player und wie präsentieren sich erzählerische Formen und Strukturen überhaupt im Netz? Der mit dem Netz entstehende digitale Literaturbetrieb bringt entscheidende Veränderungen gegenüber traditioneller Textherstellung und -verbreitung mit sich. Von Möglichkeiten multipler oder anonymer Autorschaften über neue Absatzstrategien von Verlagen, Buchhändlern und Autoren bis hin zu den Chancen und Gefahren für die Literaturproduktion abseits globaler Bestseller-Charts reicht das Spektrum aktueller Fragen und Entwicklungen, auf die Christine Böhle eingeht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 22.08.2002
Ausgesprochen "informativ" findet Stephan Hilpold Christine Böhlers Untersuchung über Netzliteratur. Denn die Autorin thematisiert in diesem Band auch "Phänomene" wie das E-book und "Print on Demand", freut sich der Rezensent. Außerdem enthalte Böhlers Buch einige Interviews mit Netzliteraten, die allerdings auf eine "leichte Melancholie" schließen lassen, die Hilpold zwar nicht verwunderlich, aber doch etwas übertrieben findet. Denn auch wenn sich das Genre nur mühsam weiterentwickelt und nicht gerade auf viel Interesse im Literaturbetrieb stößt, geschweige denn auf eine Finanzierungsmöglichkeit für die Netzliteraten, so zeigt sich in diesem Sektor doch eine erfreuliche Dynamik, ist der Rezensent überzeugt.
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