Humanitär oder religiös begründetes Mitleid, das sich in Taten zeigte, konnte unter "staatsgefährdende Umtriebe" fallen, Fluchthilfe war "Feindbegünstigung" und der Kampf mit dem Wort war "Hochverrat". So sahen der deutsche und der französische Unterdrückungsapparat die Aktivitäten von Frauen in der Resistance. Das Buch führt die Einsatzbereiche von Frauen und ihre Schlüsselstellung für den Widerstand vor Augen. Es stützt sich auf eine Fülle von bisher nicht ausgewerteten Quellen in Frankreich und Deutschland und geht auch der Frage nach, welche Beweggründe Frauen für ihr Engagement im Widerstand hatten. Deutlich wird auch, welch hohe Risiken für Leib und Leben sie dabei eingingen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2011
Rezensentin Christiane Liermann begrüßt diese Studie über Frauen in der Resistance, die Corinna von List vorgelegt hat. Sie bescheinigt der Autorin, ein facettenreiches Bild des Kampfes von Frauen gegen die deutschen Besatzer in Frankreich zu zeichnen. Dass List auf die Begriffe "aktiver" und "passiver" Widerstand verzichtet, um stattdessen von "militärisch-bewaffneten Widerstand" und "zivilen Widerstand" zu sprechen, findet ihre Zustimmung, zumal die Autorin für sie überzeugend zeigt, dass beide Formen des Widerstands aufeinander bezogen, voneinander abhängig und gleichermaßen gefährlich waren. Damit leistet die Autorin in ihren Augen einen "wichtigen Beitrag", den zivilen weibliche Widerstand zu würdigen.
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