Aus dem Englischen von Henrike Holdrege. Mit einem Vorwort von Prof. Jens Reich. Allgemeinverständlich schildert Craig Holdrege Entwicklung, Hintergründe, Grenzen und Herausforderungen der Gentechnik. Doch das Buch ist weit mehr als eine Einführung: Präzise und nachvollziehbar wird der Nachweis erbracht, daß der genetische Reduktionismus nicht zu einem wirklichen Verständnis des Organischen führt, solange Lebenszusammenhänge unberücksichtigt bleiben. Der kontextuale Ansatz bietet einen eigenständigen Erkenntniszugang zu dem, was Rudolf Steiner als das Ätherische bezeichnet. Erst in dieser Erweiterung wird eine sachgemäße und ethische Bewertung der Gentechnik möglich.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.08.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "Reh" scheint recht begeistert von dem Buch des Anthroposophen Holdrege. Besonders "interessant" findet er die Ausführungen des Autors darüber, dass auch die Umwelt und nicht nur die Gene für den lebendigen Organismus von Bedeutung sind - eigentlich eine Binsenweisheit, sollte man meinen. Der Autor hat diese These, wie der Leser erfährt, am Beispiel von pflanzlichen Wuchsformen plausibel gemacht. Holdrege kritisiert das "object-thinking" in der Genetik, was seiner Ansicht nach statisch ist und die "Qualitäten des Flüssigen" nicht ausreichend berücksichtigt. Auch gut findet "Reh", dass der Autor auf die Illusion von völliger Kontrolle "in der Bewertung gentechnischer Projekte" hinweist. Allerdings hätte es der Rezensent sinnvoll gefunden, wenn Holdrege mehr Raum für eine "in seinem Sinn kontextuell erweiterte Gentechnologie" gelassen hätte.
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