Mit Illustrationen von David Roberts. Aus dem Englischen von Beatrice Howeg. Onkel Montague lebt allein in einem düsteren alten Haus. Obwohl der Weg zu ihm durch einen unheimlichen Wald führt, besucht Edgar ihn sehr gerne, denn Onkel Montague scheint über einen unerschöpflichen Vorrat an Schauergeschichten zu verfügen. Doch je mehr von diesen Geschichten er hört, desto unbehaglicher ist Edgar zumute. Draußen wird der Nebel immer dichter, im Haus wird es immer kälter, und seltsame Geräusche sind zu hören. Was hat es mit diesen Geschichten auf sich? Und warum bewahrt der Onkel Gegenstände, die in den Geschichten vorkommen, in seinem Haus auf? Onkel Montague lehrt uns mit seinen Geschichten in der Tradition von Edgar Allan Poe das Fürchten auf die feine englische Art.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2010
Kinderbücher mit Tendenz zur Überbehütung der JungleserInnen sind gerade gar nicht im Trend. Das bringt, wie Rezensent Tilmann Spreckelsen bedauert, manch "unerfreulich drastisches Elendsjugendbuch" hervor. Wie man es richtig macht, sei dagegen in diesem Band zu lernen. Die Geschichten, die Onkel Montague hier erzählt, sind alles andere als harmlos, und falschen Trost gibt es überdies nicht. Immer geht es dabei um die Kinder-Urangst, für eine halb so schlimme Tat überhart bestraft zu werden. Chris Priestley gelinge es dabei, zwar "Grusel" zu verbreiten, dies aber ohne Gratiselend und offenkundig stets mit dem richtigen Ton.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.04.2010
Herrlich gegruselt hat sich offensichtlich Angelika Overath mit Chris Priestleys Schauergeschichten, die sich der Junge Edgar von "Onkel Montague" in einer alten Villa erzählen lässt, in der immer wieder unheimliche Details aus den Geschichten auftauchen. Großartig findet die Rezensentin das Zusammenspiel der unheimlichen Texte und "hintergründigen" Illustrationen des Zeichners David Roberts. Und so traut sie dem Buch zu, einen guten "Gegenzauber" zum "seelischen Schaudern" Jugendlicher zu bieten.
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