Archäologen sind die Detektive der Vergangenheit. Sie fahnden nach den Überresten unserer Vorfahren, mit Spürsinn und Geduld, viel Fantasie und manchmal auch mit Hilfe von Kommissar Zufall. Wolfgang Korn gibt uns Einblicke in eine Wissenschaft, deren Geschichten sich wie ein Krimi lesen. Wir besuchen die Grabräuber in Ägypten, begeben uns auf die Spur des schlitzohrigen Troia-Entdeckers Heinrich Schliemann, forschen auf der Nordsee nach der versunkenen Stadt Rungholt und verfolgen die Arbeit der experimentellen Archäologen in einem Steinzeitdorf. Das Buch erklärt, wie die Dinge eigentlich unter die Erde kamen, wie die Menschen in früheren Zeiten mit den Schätzen der Geschichte umgegangen sind, und macht uns mit den Fragestellungen und Methoden der modernen Archäologie vertraut. Eine fesselnde Lektüre für alle, die schon immer der Vergangenheit auf die Schliche kommen wollten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.08.2007
Rundum gelungen findet Johan Schloemann diese Geschichte der Archäologie für den jugendlichen Leser, die Wolfgang Korn vorgelegt hat. Er begrüßt die lebendige und auch realistische Schilderung dieser Wissenschaft, die nicht versucht, den Eindruck zu erwecken, Ärchäologie bestehe nur aus spektakulären Entdeckungen. So schildere Korn nicht nur die Zufälle, die zu großen Entdeckungen führten, sondern auch und gerade die mühevolle alltägliche Arbeit der Archäologen. Schloemann attestiert dem Autor, verständlich zu erklären, wie erst "langwierige Untersuchungen" und "geduldiges kriminalistisches Puzzlespiel" der Archäologie die Erkenntnisse liefern, die zum Verständnis der Vergangenheit unverzichtbar sind. Aber natürlich fehlen zu Schloemanns Freude auch Beschreibungen von sensationellen Entdeckungen von der Ausgrabung Trojas über die Entzifferung der Keilschrift bis zum Funde der Gletscher-Leiche namens "Ötzi" keineswegs. Sein Resümee: eine "seriöse, aber zugleich faszinierende und flüssig zu lesende Geschichte der Archäologie für junge Erwachsene".
Viel Lob bekommen diese Reportagen aus der Welt der Archäologie von Rezensent Reinhard Osteroth. Denn er fühlte sich von Wolfgang Korn "mit Tempo und Temperament" ausgesprochen kundig in unterschiedlichste Aspekte der Archäologie eingeführt. Es würden nicht nur Fundstätten, große Archäologen oder spannende Funde vorgestellt und erläutert. Gut ausgesuchte Fotos und Zeichnungen sowie einige Kurzartikel zu Spezialfragen runden den Band aus Rezensentensicht zu einem hervorragenden Sachbuch für junge Leser ab. Lediglich das Fehlen eines resümierenden Schlusskapitels wird bemängelt.
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