Ziemlich enttäuscht zeigt sich Ludger Lütkehaus von Mary Hoopers Fortsetzung ihres Bestsellers "Die Schwester der Zuckermacherin". Hannah und ihre Schwester Sarah kehren nach der Pest pünktlich zum großen Brand 1666 nach London zurück, totgeglaubte Lieben werden wieder gefunden, Babys geboren und nach allem Leid winkt zum Glück am Ende das rettende Happy End. Die "Frische, die Klasse des ersten großen Wurfs" vermisst der Rezensent aber, zu flach und unlebendig sind ihm die Charaktere. Trotz der ihm sehr willkommenen historischen Szenerie, die ganz ohne "apokalyptisch-moralisches Geraune" auskommt, muss Lütkehaus aber resümieren: Der Titel "Aschenblüten" passt zur Blässe der Figuren.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…