Aus dem Amerikanischen von Stefan Lux. Der ultraschnelle Quantencomputer: noch gibt es ihn nicht, aber er wäre das digitale Gegenstück zum Besitz der Atombombe 1945. Wer seine unfassbaren Rechenfähigkeiten nutzt, kann jeden Code entschlüsseln, sich überall Zugang verschaffen. Wer ihn besitzt, beherrscht den Planeten. Doch wer wird dieses Ziel schneller erreichen, die USA oder China? Im digitalen Rüstungsrennen wird mit allen Mitteln gekämpft. In den hochgeheimen Quantenforschungslaboren der Vereinigten Staaten scheint indes ein Informant der Chinesen zu sitzen. Wer kann es sein? CIA-Officer Harris Chang soll den Maulwurf enttarnen, der Auftrag führt ihn um die ganze Welt. Aber existiert der Spion wirklich? Oder ist das nur eine fingierte Geschichte, um die Chinesen zu täuschen? Chang verliert bei dem Katz-und-Maus-Spiel fast aus den Augen, dass es so etwas wie Moral, Loyalität und Wahrheit gibt ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2020
Ulf von Rauchhaupt schätzt am zehnten Roman von David Ignatius, dass der Journalist für Leser schreibt und seinen Tech-Spionagethriller nicht mit zu viel Wissen, Aktualität und Realismus zum Sachbuch degradiert. Im Gegenteil, versichert Rauchhaupt, das Ding ist spannend, die Figuren "psychologisch überzeugend" und Themen wie Patriotismus und Identität (China unterwandert hier die CIA auf der Suche nach neuer Quantentechnologie) werden "im Dienst der Geschichte" behandelt. Prädikat: unterhaltsam, findet der Rezensent.
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