David Quammen

Die zwei Hörner des Rhinozeros

Kuriose und andere Geschichten vom Verhältnis des Menschen zur Natur
Cover: Die zwei Hörner des Rhinozeros
Claassen Verlag, Hildesheim 2002
ISBN 9783546002417
Gebunden, 384 Seiten, 21,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Ulrich Enderwitz. Wie schnell fliegen Katzen, und warum haben Eulen keinen Penis? Fünfzehn Jahre lang schrieb David Quammen, eine Kolumne zum Thema Mensch und Natur im Magazin "Outside" - mit solcher Resonanz, dass er die 25 besten Beiträge in einem Buch zusammentrug: ein Sammelsurium wundersamer Geschöpfe und ein Quell recht unziemlicher An- und Einsichten.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.06.2002

Aufsätze zur Beziehung von Mensch und Tier präsentiert der Autor, die sich gewaschen haben. Wo sonst, scheint uns der Rezensent zu fragen, begegnen wir Erörterungen über die Geschwindigkeit einer Eidechse, die, von einer Hand gescheucht an einem Gummiband entlang rennt oder über die spannende Frage, warum eine Katze einen Sturz aus dem 32. Stock eher überlebt als einen aus dem siebten. Charming, sowas, findet Wolfgang Müller, und ganz wunderbar kurzweilig zu lesen, und ist schon angesteckt von der Begeisterung, mit der der Autor die "Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Welt und ihrer belebten Natur" erkundet.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.05.2002

Wie eine große fotografische Sequenz mutet die Sammlung von Erzählungen von David Quammen an, schreibt Hans-Volkmar Findeisen und vergleicht diese unter anderem mit den Reportagen über die skurrilen Wirklichkeiten von Gabriele Goettle. Der amerikanische Wissenschaftsjournalist sammele in seinem Buch die abseits der gelehrten Diskurse und wissenschaftlichen Erkenntnisse liegengebliebenen Phänomene unserer Welt, von Indonesien über Amazonien bis hin zur schwäbischen Alb. In New York hat man zum Beispiel festgestellt, dass die Todesgefahr für eine Katze sinkt, je tiefer sie fällt. Nicht nur das Hochhaussyndrom, werde von David Quammen mit Interesse behandelt, sondern auch Fragen wie "Warum mögen wir keine Delphine in Dosen?" Findeisen zeigt sich recht angetan von diesen scheinbar verqueren Fragen, durchdie Quammen die "bescheidenen Werkzeuge" sichtbar mache, "mit denen menschliches Denken das große Universum" zu erklären versucht.
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