Mit 245 Abbildungen. Aus dem Französischen von Bernadette Ott. Am 22. Januar 2002 zeigte der Pariser Modedesigner seine letzte große Show, in der er ein letztes Mal seine eigene Kollektion vorstellte. Die Haute Couture des Hauses YSL wird somit nicht weitergeführt, doch die Erinnerung an sie bleibt: Auf 528 Seiten zeigt ein neuer Bildband über Yves Saint Laurent die Entstehung einer Kollektion - von der Skizze bis zum Defilee.
Marcel Malachowski preist in seiner Besprechung nicht nur Tebouls Bildband über Yves Saint Laurent, sondern auch den Modeschöpfer selbst. Dabei ist ihm eine sehr lesenswerte, schöne Hommage an YSL gelungen, beinahe wäre man versucht zu sagen, eine von "zurückhaltender Eleganz", wenn dieses Etikett nicht YSL vorbehalten wäre. Wir erfahren in Malachowskis Kritik also viel Wissenswertes über Modewelt und Modezaren, aber natürlich auch über das Buch selbst. Besonders gefällt dem Rezensenten, dass der "opulente" Bildband nicht von Mythen und Klischees, Exzessen oder Depressionen handelt, sondern ausschließlich vom künstlerischen Werk und davon, "wie und wo, durch wen und zwischen wem es entsteht". Eine überaus gelungene, detailinteressierte Dokumentation der Arbeit YSLs, lobt Malachowski.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2002
In seiner Kurzkritik betont Rezensent Helmut Mauro, dass der materialreiche Bildband "weit mehr" als nur ein "Abfallprodukt" der Arbeit von Autor David Teboul an einem Dokumentarfilm über das Modehaus Yves Saint Laurent ist. Mauro hebt positiv hervor, dass Teboul in seinen Fotos keinen künstlerischen Anspruch erhebt. Sie haben wohl eher einen eher dokumentarischen Charakter: Teboul versuche, die Atmosphäre des Hauses einzufangen - und auch wenn Mauro dies nicht ausspricht, erweckt er doch den Eindruck, das sei auch gelungen.
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