Mit 300 Farb- und S/W-Abbildungen. Höchst sensibel hat die Mode auf all die Umwälzungen des 20. Jahrhunderts reagiert: auf die Veränderung des Frauenbewußtseins und der gesellschaftlichen Verhältnisse, auf die Entwicklungen in Kunst und Technik und auf die neuen Marktbedingungen. Modeexperte Francois Baudot folgt den ästhetischen Verästelungen der Mode, von 1900 über die Kriegs- und Zwischenkriegsjahre und die Swinging Sixties bis heute.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.04.2000
In einer Doppelrezension bespricht Ingeborg Harms zwei Bände zum Thema Mode im 20. Jahrhundert.
1) Francois Baudot "Die Mode im 20. Jahrhundert"
Baudots Band schneidet dabei in ihrem Urteil recht ordentlich ab. Sie lobt die "opulente" Bebilderung des Bandes und die große Sachkenntnis, mit der der Autor hier zu Werke geht. Baudot habe hier nicht nur einen aufschlussreichen Überblick über die Modegeschichte des Jahrhunderts mit den entscheidenden Umbrüchen und Reformen vorgelegt, sondern auch einen Blick auf die "Marktmechanismen und historischen Zusammenhänge" geworfen. Dabei erfährt man, so die Rezensentin, so einiges über das Schicksal der verschiedener Modehäuser und die Krisen, in die sie vor allem durch die "jugendlichen Antimoden" gekommen sind. Dass der Autor dabei keinen Hehl aus seinen eigenen modischen Idealen macht (so äußere er deutliche Sympathie für viele junge Modemacher, die sich wieder zunehmend der Maßanfertigung zuwenden), tut diesem Buch, wie die Rezensentin offenbar findet, keinen Abbruch.
2) Gerda Buxbaum (Hrsg.): "Mode!" Das 20. Jahrhundert.
Weniger Begeisterung zeigt Ingeborg Harms für den von Gerda Buxbaum herausgegebenen Band. Sie fühlt sich eher an einen "Stichwortkatalog" erinnert, der zwar bisweilen wie ein "reizvolles Kaleidoskop der Perspektiven" wirke, allerdings erscheint ihr vieles allzu beliebig. So äußert die Rezensentin wenig Verständnis dafür, dass das Thema Haute Couture nur angerissen wird, der Leser aber andererseits "unnötigerweise" viel darüber erfährt, wie man durch Gymnastik, plastische Chirurgie und ähnliches den weniger perfekten Körper in Form bringen kann. Auch der Sprachstil und das Layout lassen nach Harms erheblich zu wünschen übrig.
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