Insgesamt vier Teilbände, die nur komplett abgegeben werden. Herausgegeben und kommentiert von Lothar Gruchmann und Reinhard Weber unter Mitarbeit von Otto Gritschneder. Herausgegeben von Lothar Gruchmann und Reinhard Weber in Zusammenarbeit mit Otto Gritschneder . Teil 1: 1.-4. Verhandlungstag. Teil 2: 5.-11.Verhandlungstag. Teil 3 12.-18.Verhandlungstag. Teil 4.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.11.2004
Eine "Farce" nennt Rezensent Alfred Cattani die Verhandlungen im Hitler-Prozess 1924 vor dem Münchner Volksgericht. Was sich damals in München abgespielt habe, so Cattani, sei rasch in eine Justizkomödie ausgeartet. Hitler habe vor Richtern gestanden, die in Wahrheit seine Komplizen waren und ihn mit Samthandschuhen anfassten. Das vollständige Protokoll des Prozesses ist nachzulesen in vier kommentierten Bänden, die Lothar Gruchmann und Reinhard Weber herausgegeben haben. Cattani hebt hervor, dass sich die Herausgeber der Schwierigkeit einer solchen Edition bewusst gewesen seien. Die im vorliegenden Werk publizierten Dokumente könnten nicht auf alle Fragen eine befriedigende Antwort geben, doch repräsentierten sie wenigstens einen kleinen Ausschnitt aus dem Denken und Handeln Hitlers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2000
Frank-Lothar Kroll weist in seiner Rezension daraufhin, dass die insgesamt vier Bände dieser Ausgabe nur das Verhandlungsprotokoll des 24-tägigen Prozesses gegen Hitler 1924 beinhalten. Die komplette 19bändige Prozessakte wurde von der NSDAP-Führung 1945 vernichtet. Dennoch dokumentieren die vier Bände den Prozessverlauf "lückenlos", erklärt Kroll. Das Vorwort, das auch über die Aktenvernichtung "eingehend berichtet", lobt er für seine "sparsame", aber "ausreichende" Kommentierung. "Grundstürzende Neuigkeiten" bieten die Bände allerdings nicht, so Kroll. Alles was man hier erfahre, konnte man im Wesentlichen auch schon in Büchern verschiedener Historiker und Hitler-Biografen wie Joachim Fest oder Ian Kershaw lesen, meint der Rezensent und wundert sich noch einmal über den "paradoxen Fall", dass die Quellen erst nach dem "Erscheinen historischer Großdarstellungen" herausgegeben werden.
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