Mit seiner fünften Gemeinschaftsarbeit setzt das Autorenduo Ferri/ Conrad das Werk von René Goscinny und Albert Uderzo fort, die das Asterix-Universum vor über 60 Jahren erschufen. Wie es die Tradition verlangt, gehen unsere Freunde im neuen Album erneut auf Reisen. Während Asterix und Obelix eine Partie Gallier-Schach spielen, schreckt der Druide Miraculix, der wohl gerade eingenickt war, plötzlich hoch und verkündet, dass ein alter Freund dringend seine Hilfe benötigt. Doch wer ist dieser Freund und weshalb benötigt er Hilfe? Und wohin führt uns die Reise in diesem neuen Album?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.10.2021
Rezensent Martin Zips widmet dem neuen Asterix-Band eine lange Rezension, in der er den verstorbenen Asterix-Erfindern zunächst seinen Respekt zollt, aber auch seine große Bewunderung für die Leistung ihrer Nachfolger kundtut. Zudem versucht er, den kleinen Rest von Skeptikern zu belehren, die immer noch denken, die Asterix-Bände seien bloß Comic-Heftchen für schnelle Unterhaltung. Mehr denn je gelte für "Asterix und der Greif": Genaue Lektüre lohnt sich, denn nur wer genau hinschaut, so Zips, erkennt die zahlreichen herrlichen Anspielungen - auf frühere Asterix-Bände beispielsweise oder Filmklassiker, vor allem aber auf aktuelle Geschehnisse: Von Corona, über alternative Heilmittel und Verschwörungsmythen bis hin zur digitalen Bubble-Bildung. Derart zahlreich sind die Themen, mit denen die Autoren spielen, dass dem Rezensenten die Geschichte fast ein wenig überladen erscheint, aber nur fast. Und ohnehin verzeiht man den beiden ihre (Über-)ambitionen nur zu gerne, meint Zips - schon allein wegen der wie immer sehr gelungenen Hand-Zeichnungen, und erst recht, wenn das Duo Phänomene wie die Ausbreitung von Fake-News in Krisen-Zeiten mal wieder ganz genau auf den Punkt bringen, so der begeisterte Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2021
Rezensent Andreas Platthaus hat gemischte Gefühle beim neuen Asterix von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad. Dass sich der Band nicht gut verkaufen wird, befürchtet er indes nicht. Die deutsche Ausgabe aber nervt Platthaus mit platten Namen (Brudercus, Ausdimaus) und Inkonsequenzen. Insgesamt findet er die Story unbefriedigend. Das liegt nicht etwa am Auftritt Michel Houllebecqs als römischer Geograf, auch nicht am Vordringen der Römer bis in die heutige Ukraine, ohne dass Ferri dabei politisch würde, sondern daran, dass der Szenarist gegen Ende allzu hastig vorgeht und nicht einmal zu einem runden Ende gelangt, wie der Rezensent enttäuscht feststellt.
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