Dieter Wellershoff

Ans Ende kommen

Dieter Wellersdorf erzählt übers Altern und Sterben. Hörbuch
Cover: Ans Ende kommen
Suppose Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783863850098
CD, 18,00 EUR

Klappentext

Der Schriftsteller Dieter Wellershoff, 88 Jahre alt, gibt hier im Gespräch mit Klaus Sander bereitwillig Auskunft über sein Leben und das Altern, das er als lebenslangen Prozess begreift. Reflektiert erzählt er illusionslos und abgeklärt von seinen Erfahrungen und seinen Wünschen darüber, wie dieses Leben zu Ende gehen sollte.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.12.2014

So etwas "Weises, Reflektiertes, Intimes" wie Dieter Wellershoffs Meditationen über das Alter und das Sterben hat Alexander Cammann lange nicht gelesen beziehungsweise gehört. Mit einer kräftigen sonoren Stimme erinnert sich Wellershoff in freier Rede an seine Kindheit oder lässt die Jahre jenseits der achtzig Revue passieren, alles in bewundernswerter Präzion. Besonders beeindruckt Cammann, dass hier jemand sein Recht auf Vitalität einfordert und nicht nur Zuschauer für kleine Kinder sein will. Auch wie sich Wellershoff dem nahenden Tod stellt, ringt ihm Respekt und Trost ab. So falsch findet Cammann diesen als "Hörbuch des Jahres" ausgezeichneten Text auch nicht zu Weihnachten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2014

Wenn der Supposé Verlag mit diesem Hörbuch den Schriftsteller Dieter Wellershoff von sich und seinem Leben berichten lässt, braucht es etwas, bis sich seine ganze Stärke entfaltet, räumt Wolfgang Schneider ein. Aber dann hat ihn durchaus gefesselt, was Wellershoff über seine Erfahrungen der Kontingenz im Zweiten Weltkrieg und den "Kitzel der Vitalität" zu erzählen hat. Besonders klarsichtig und ehrlich erscheinen dem Rezensenten die Äußerungen des Schriftstellers zum Alter und Sterben, zu Brüchen in der Biografie oder zum "Sturz in die Bedeutungslosigkeit".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.07.2014

Claus-Ulrich Bielefeld fasziniert am meisten an diesem gesprochenen Lebensrückblick des Schriftstellers Dieter Wellershoff das Unzeitgemäße. Wie Wellershoff ganz unprätentiös, ohne Ironie und Sarkasmus übers Alter, das Sterben und seine Kriegserfahrungen nachdenkt, das scheint dem Rezensenten in all der vom Autor gepflegten Offenheit und Ernsthaftigkeit eine seltene Gelegenheit für den Zuhörer darzustellen, über untergegangene bürgerliche Lebenswelten und das Leben mit dem Krieg und mit dem Alter etwas zu erfahren. Überzeugungskraft, nicht zuletzt als Generationenporträt, gewinnt das alles laut Bielefeld durch den geradezu weisen Abstand dieser Stimme zum Hier und Heute.

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