Ferien-Mathe-Kurs in Rottlingen - gut, dass Lennart am ersten Tag Katja trifft. Gemeinsam hören sie Schreie, altertümliche Worte, aber es ist niemand zu sehen. Weiß die Schriftstellerin Jenny Peper, die im Stadtarchiv eine Hexenakte von 1593 entdeckt hat, mehr? Und was hat die als Hexe verbrannte Anna Böckhlerin mit Lennarts Familie zu tun? Bald wird klar: Die Seele der Böckhlerin wird erst ruhen, wenn ein jahrhundertealtes Unrecht aufgeklärt ist?
Susanne Gaschke berichtet sehr angetan von diesem Jugendkrimi von Dietlof Reiche. Die beiden Schüler Katja und Lennart wurden von ihren Eltern in den Sommerferien zur Mathe-Nachhilfe im idyllisch-historischen Ort Rottlingen verdonnert, wo sie aber bald beginnen, sich für ganz andere Dinge zu interessieren: die Akten eines Hexenprozesses, mit dem wahrscheinlich Lennarts Urahnin auf grausame Weise und zu unrecht verfolgt wurde. Und da die gute Gesellschaft Rottlingens gar nicht angetan davon ist, dass dieses schmutzige Kapitel aus der Vergangenheit wieder aufgerührt wird, müssen sich die beiden Jugendlichen gegen ganz heutige und weltliche Intrigen und Neidereien behaupten. Sehr eindringlich findet Gaschke hier geschildert, welche Tragweite das Wissen um Vergangenes hier entfaltet.
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