Dieses Buch wirft einen ganz neuen Blick auf die Vergangenheit des FC Bayern. Der heutige Rekordmeister zählte bereits in den Pioniertagen des deutschen Fußballs zu den fortschrittlichsten Adressen. Er beschäftigte ausländische Trainer, betrieb eine vorzügliche Nachwuchsarbeit, spielte modernen Fußball und war ein Verfechter des Profisports. Als Präsident des Klubs wirkte der Jude Kurt Landauer, einer der großen Visionäre im deutschen Fußball der Weimarer Zeit. 1932 wurden die Bayern erstmals Deutscher Meister dank eines ebenfalls jüdischen Trainers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2011
Der vor fünfzig Jahren gestorbene Kurt Landauer, jüdischer Kaufmann und langjähriger Präsident des FC Bayern, wird in diesem Jahr gleich mehrfach geehrt: sein bayrischer Heimatort feiert ihn, ein Dokumentarfilm über ihn wurde gedreht und nun ist noch die Monografie Dietrich Schulze-Marmeling erschienen, notiert der sichtlich zufriedene Rezensent Jochen Hieber. Landauer, erzählt er, trat dem FC Bayern 1901 als Spieler bei und war vor und nach der Nazizeit viele Jahre Präsident des Fußballclubs. Nach einer gut einmonatigen Inhaftierung im KZ Dachau emigrierte er 1939 in die Schweiz. Hieber referiert eine Reihe interessanter Details aus dem Buch, so dass man annehmen kann, dass er es mit Gewinn gelesen hat.
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