Aufgezeichnet von Andreas Mäckler und Heinz Schumacher. Rudi Gutendorf ist eine deutsche Trainerlegende. Er wurde durch seine Engagements in der Bundesliga bekannt - vor allem aber als Weltenbummler und Botschafter in Sachen Fußball. Er war aktiv in der fast vergessenen Fußballwelt der Kriegs- und Nachkriegsjahre und trainierte in fernen Kontinenten, als diese noch als fußballerisches Niemandsland galten. Sein erzählerischer Bogen spannt sich bis zum jüngsten Engagement im Jahr 2000, als er in Ruanda das Fußballspiel als Mittel der Völkerverständigung kennen lernte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2002
Rudi Gutendorf, stellt Jochen Hieber halb im Ernst fest, ist der "Hemingway des deutschen Fußballs". In 47 Jahren als Trainer hat er nicht weniger als 54 Vereine trainiert, im annus mirabilis 1974 etwa trainiert er erst 1860 München, dann die bolivianische Nationalmannschaft, dazu den FC Bolivar und geht dann als Ausbilder nach Venezuela. Genug Stoff für Memoiren, es sind bereits die zweiten, aufgezeichnet haben sie zwei befreundete Journalisten. Gutendorf, befindet der Rezensent, erscheint darin als eine merkwürdige Mischung aus Münchhausen, Parzival und, noch mal, "Hemingway für Daheimgebliebne". Auf jeden Fall ein Leben das, so Hieber, voll ist von "Geschichten, die erzählt werden wollen."
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