Für die späte Römische Republik ist die Zeit zwischen 133 und 27 v. Chr. vor allem durch schwere Krisen geprägt, die von den Gracchen bis zur Schlacht von Actium reichen und schließlich mit dem Prinzipat des Augustus enden. Es kommt zu regelrechten Gewalteruptionen im Inneren: Einzelne Heerführer wie Marius, Sulla oder Pompeius verschaffen sich so viel Macht, dass der innere Zusammenhalt der Republik zerbricht. Das Römische Reich versinkt im Bürgerkrieg. Doch zeitgleich ist trotz der inneren und äußeren Konflikte ein wachsender Wohlstand zu beobachten, der zu gesellschaftlichen Umwälzungsprozessen im öffentlichen wie privaten Bereich führt: zu sehen in der Architektur, in der Produktion und im Konsum. Anhand von Bauwerken und Bildern, aber auch Ritualen und Staatsakten untersucht Dominik Maschek diese spätrepublikanisch-römische Krisenzeit und bietet erstmals eine kulturgeschichtliche Gesamtinterpretation.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.06.2018
Uwe Walter hält das Buch des Althistorikers Dominik Maschek für eine gelungene Fortschreibung von Ronald Symes' Klassiker "Die römische Revolution" und einen frischen Versuch, die Krise der römischen Republik zu fassen, gut geschrieben, modern, forschungsnah, systemisch komplex, interdisziplinär und empathisch. Überzeugend findet er Mascheks Blick auf die realen wirtschaftlichen und demografischen Umwälzungen in Italien und im Mittelmeerraum. Aufregend scheint ihm die Verknüpfung von Bevölkerungswachstum, Migration, Urbanisierung und Monetarisierung im Buch. Eine mit feinen Beobachtungen, schlagenden Kausalverknüpfungen und mutigen Thesen gespickter Text, meint Walter.
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