Der römische Kaiser Augustus (63 v. Chr. - 14 n. Chr.) gehört zu den herausragenden Herrschergestalten des Altertums. Der in Israel lebende Althistoriker Zvi Yavetz hat sich über Jahrzehnte mit der augusteischen Zeit beschäftigt. In diesem Buch porträtiert er Augustus' Leben und Leistung vor dem Hintergrund seiner Epoche und entwirft zugleich ein Bild der römischen Gesellschaft jener Zeit. Er untersucht auch die Mechanismen von Macht und Herrschaft in einer Zeit, die noch keine Massenmedien kannte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.12.2010
So kenntnisreich Aloys Winterling die Augustus-Biografie von Zvi Yavetz auch erscheint, wenn es um die Ereignisgeschichte, die gesellschaftlichen Verhältnisse und die Person des Augustus aus der zeitgenössischen Perspektive geht, so wenig entschlossen findet er den Autor, wenn es an eine Positionsbestimmung im Falle Augustus geht: Alleinherrscher oder doch Komödiant? Und wie ist diese Stellung des Kaisers zu erklären? Gewünscht hätte sich der Rezensent zum Beispiel eine ausführliche gesellschaftshistorische Interpretation dieser Frage. Richtig ärgerlich macht Winterling aber etwas anderes: Die Diskrepanz zwischen dem per Umschlagtext suggerierten wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit und der tatsächlichen Qualität, so in puncto Forschungsrelevanz, Aktualität und verlegerischer Sorgfalt, bringt ihn regelrecht auf.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2010
Beileibe kein Lesevergnügen ist dieses als Biografie beworbene Buch des Althistorikers Zvi Yavetz aus dem Jahr 1969 für den Rezensenten. Eher ist es ein Ärgernis. Auch weil Yavetz' Hauptwerk "Plebs and Princeps" durchaus anerkannt ist, wie Uwe Walter erklärt. Hier aber fehlt es an allem, so warnt er uns. Nicht nur hinterlässt der Band bei ihm den Eindruck, als sei über Augustus seit 25 Jahren nicht geforscht worden. Die vielen sachlichen Fehler findet er einfach nur ärgerlich - für den Laien als auch für den Kenner. Durch die Lektüre hilft ihm weder ein Register noch ein roter Faden im Text. Zeitsprünge und Detailerörterungen, so zählt Walter für uns auf, wechseln sich ab mit "problematischen Wertungen" und längst widerlegten Ansichten des Autors.
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