Herausgegeben von Uwe Schütte. Den überwiegenden Teil seines, nach eigener Meinung, "verpfuschten" Lebens verbrachte er in der Psychiatrie und in Pflegeheimen: Edmund Mach, geboren 1929 in Wien - schizophrener Anstaltspatient und außergewöhnlicher Dichter. Von Primar Leo Navratil unter seinen Gugginger Patienten entdeckt, lebte er viele Jahre im legendären "Haus der Künstler" auf dem Anstaltsgelände der Niederösterreichischen Landesnervenklinik neben mittlerweile weltbekannten Art-brut-Künstlern wie Johann Hauser oder August Walla. Und er stand zeitlebens im Schatten seines berühmten Autorenkollegen Ernst Herbeck. Nun ist Edmund Mach aber als Verfasser ungewöhnlicher Texte zu entdecken, die mehr sind als poetische Botschaften aus dem Reich des Wahnsinns: nämlich beachtenswerte, anrührende und überzeugende Literatur. In ""eine abenteuerlichen Schriften" hat der Herausgeber Uwe Schütte, ein Experte für psychopathologisches Schreiben, die besten Gedichte und Prosastücke Machs versammelt, darunter auch eine große Zahl von erstmals publizierten Texten aus dem Nachlass. Ein umfangreicher Bildteil und ein Nachwort runden den Band ab.
Rezensent Jörg Sundermeier begrüßt diese Werkausgabe mit Texten Edmund Machs, seinen Informationen zufolge schizophrener Patient des 2006 verstorbenen Nervenarztes Leo Navratil. Mach sei ein nahezu Unbekannter in der deutschen Literatur, schreibt Sundermeier auch, nichtsdestotrotz hätten seine (meist unter Pseudonym in Anthologien erschienenen) Texte eine große Wirkung gehabt. Diese Texte fand er nun in der vorliegenden Edition durch ein "genaues" Herausgebervorwort gut präsentiert und entschlüsselt. Der Rezensent ist außerdem beeindruckt von der "ungestümen, manchmal auch feinen Poesie" dieses Werks. Besonders bewegend fand er Machs Klagen über die Nervenheilanstalt.
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