Eduardo Galeano

Die Füße nach oben

Zustand und Zukunft einer verkehrten Welt
Cover: Die Füße nach oben
Peter Hammer Verlag, München 2000
ISBN 9783872948427
Kartoniert, 353 Seiten, 18,82 EUR

Klappentext

Aus dem uruguayischen Spanisch von Lutz Kilche. Mit Holzschnitten von Jose Guadeloupe Posada. Eduardo Galeano, dessen Erstlingswerk "Die offenen Adern Lateinamerikas" auch dreißig jahre nach seinem Erscheinen zur Pflichtlektüre an den Universitäten ganz Lateinamerikas gehört, ist seit vielen Jahren einer der wichtigsten Autoren seines Kontinents. Jetzt legt er eine schonungslose Bilanz der Welt zu Beginn des 3. Jahrtausends vor: die Situation der Kinder, die Straffreiheit derjenigen, die unseren Planeten vergiften und sich skrupellos auf Kosten der anderen bereichern, der kulturelle Verfall in der Mediengesellschaft, die Konsequenzen ungezügelter Globalisierung für Menschen und Natur.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 20.09.2000

Evita Bauer skizziert in ihrer Kritik zunächst die Rolle des uruguayischen Gesellschaftskritikers Eduardo Galeano in den siebziger Jahren, "als die Welt noch veränderbar war". Auch in seinem neuen Buch, so die Rezensentin, halte Galeano an seiner Beschreibung des Kapitalismus fest, der gerade in der so genannten "Dritten Welt" seine volle "Niedertracht" erweise. Bewundernd schildert Bauer, wie Galeano einerseits virtuos mit Zahlen und Zitaten aus Berichten internationaler Finanzorganisationen jongliert, andererseits dabei aber eine "provokant einfache, dabei phantasievolle" Sprache bewahre. Bauer empfiehlt Galeanos Buch auch, weil es aus der Perspektive Lateinamerikas auch die Europäer über Kommendes im eigenen, scheinbar geschützten Kontinent aufklären könne. Eine "Brasilianisierung" auch der "ersten" Welt wird hier angekündigt, das heißt eine durch den Kapitalismus entfesselte immer größere Gewalt. Der Übersetzung attestiert Bauer leider zahlreiche Fehler - da wird etwa von den "Testikeln", statt von den "Tentakeln" einer Krake gesprochen. Warum Bauer solche Stilblüten aber als "amuse gueule" bezeichnet, bleibt seinerseits rätselhaft.
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