Aus dem Englischen von Hubert Mania. Im Nordwesten von Papua-Neu-Guinea lebt ein vergessenes, ein vorher unbekanntes Volk: der Stamm der Liawep. Als der Autor davon hört, macht er sich auf die Suche. Aber die Behörden vor Ort verweigern ihm jede Hilfe. Mit eigenen Mitteln muss er sich seinen Weg durch den Dschungel Bahnen - und er erlebt eines der letzten modernen Abenteuer. Schließlich findet er die Liawep: eine kleine kriegerische Gemeinschaft von Menschen, die fast noch wie in der Steinzeit leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.02.2003
Edeltraud Rattenhuber findet, dass Marriott mit diesem Buch ein "Coup als Reiseschriftsteller" gelungen sei. Leider enthält sie sich jeder weitergehenden, genaueren Bewertung des Buches. In seinem Buch erzähle der Autor, ein britischer Journalist, von einer Reise in den Dschungel mit dem Ziel, wie es widersinnigerweise heißt, einen "bis dato unentdeckten Stamm in Papua-Neuguinea aufzusuchen", erfahren wir von Rattenhuber. Mariotts Buch sei allerdings keine "herkömmliche Reiseliteratur". Am Ende stehe nicht Stolz angesichts bewältigter Gefahren und hinzugewonnenen Wissens, sondern ein schlechtes Gewissen und eine schwergewichtige Einsicht: "Neugier sei ein ebenso verwerfliches 'Ausbeutungsmuster' wie das anderer Abenteurer, die Bodenschätze oder Ruhm suchten." Einige Mitglieder des von Marriott besuchten Stammes der Liawep wurden nach seiner Ankunft durch einen Blitzschlag getötet. Die Liawep gaben Marriott die Schuld an diesem Unglück. Und Marriott hat offenbar, schreibt Rattenhuber, schließlich selbst daran geglaubt.
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