Herausgegeben von Ferdinand Sutterlüty und Peter Imbusch. Wenn Sozialforscher ihren Schreibtisch verlassen, um sich "ins Feld" zu begeben, tauchen sie tief in unterschiedliche Sphären der Gesellschaft ein. Sie setzen sich dabei auch persönlichen Erfahrungen aus, die bei der späteren Veröffentlichung der Forschungsergebnisse häufig ausgeblendet werden. In diesem Buch erzählen Soziologinnen und Soziologen von solchen Abenteuern zum Beispiel in einer privaten Kunstsammlung in Berlin, beim fremden Stamm der Wagnerianer, in einer freikirchlichen Gemeinde oder beim jüdisch-christlichen Dialog. Die Episoden führen auf unterhaltsame Art vor Augen, von welchen verborgenen Regeln, Wahrnehmungen und Machtverhältnissen soziale Wirklichkeiten beherrscht sind.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 25.11.2008
Harry Nutt begrüßt diesen von Ferdinand Sutterlüty und Peter Imbusch herausgegebenen Band "Abenteuer Feldforschung", in dem Soziologen über ihre Forschung in der freien Wildbahn berichten. Er hält das Buch für eine recht interessante Lektüre, vor allem wegen des breiten Spektrums an Erfahrungen und Beobachtungen, die die Soziologen schildern. So haben sich die Autoren unter anderem in die Technoszene begeben, Wagneropern besucht, das Prostitutionsmilieu erforscht oder eine jüdischen Gemeinde in Deutschland beobachtet. Anhand der verschiedenen Milieus, aus denen berichtet wird, wird für Nutt die "Dynamik von gesellschaftlicher Kontinuität und Diskontinuität deutlich".
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