Text von Immo Boyken. Fotografien von J. Alexander und Jerry Hecht. Mit 10 Abbildungen. Das Buch wurde zum hundertsten Geburtstag des Architekten Egon Eiermann (1904-1970) publiziert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.03.2005
Egon Eiermanns deutsche Botschaft in Washington, zu der in der Edition Axel Menges nun ein "schmucker Band mit zeitgenössischen Fotos" erschienen ist, sei ein wunderbares Beispiel für den Wandel in der deutschen Architektur nach dem Krieg, meint der "eng" zeichnende Rezensent. Nachdem man sich vom Nationalsozialismus mit seinen Monumentalbauten verabschiedet hatte, wurde ein deutlicher Schritt zu einer "weltoffenen Repräsentationsarchitektur" vollzogen. So sei auch Eiermanns 1964 fertig gestelltes Botschaftsgebäude voller Würde und Zurückhaltung und ohne jede Strenge, wie damals selbst die amerikanische Presse lobend erwähnte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.11.2004
Heinrich Wefing ist nicht nur angetan von der Architektur Egon Eiermanns, sondern auch von diesem Bildband, der anlässlich des 100. Geburtstags des Architekten erschienen ist. Der "schmale, schön produzierte" Band zeigt Fotos der deutschen Botschaft in Washington, ein sich an die hügelige Landschaft harmonisch schmiegendes Gebäude, das 1964 vollendet worden ist. Die "werbenden Aufnahmen", die seinerzeit von den Bauherren in Auftrag gegeben wurden, korrespondieren in ihrem Schwarzweiß mit der reduzierten Farbpalette der Architektur, schwärmt Wefing, der sich auch an "dekorativ ins Bild" ragenden Zweigen und Blättern verlustiert hat. In einem - gelegentlich "mäandernden" - Essay entfaltet der Konstanzer Bauhistoriker Immo Boyken "kenntnisreich" die architekturtheoretischen Debatten der Zeit und ergründet Eiermanns Verhältnis zu Ludwig Mies van der Rohe, dem Übervater der Glaskörper-Moderne. Wer etwa erfahren will, warum sich der Baukörper, "von wo man ihn auch betrachtet, aufzulösen und zurückzuweichen scheint", der greife mit Heinrich Wefings Segen zu diesem Bildband.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.09.2004
Jeder andere Architekt der Welt hätte das deutsche Botschaftsgebäude in Washington weithin sichtbar oben am Hang errichtet, sinniert G.K., nicht so Egon Eiermann, der den Kanzleibau 1964 als Riegel aus dem Hang herauswachsen und talabwärts steigen ließ. Der Verzicht auf die triumphale Geste bindet die Tallandschaft viel stärker ein, meint G.K., der mit diesem unhierarchischen, schmucklosen Neubau die demokratischen Ideale der jungen Bundesrepublik kongenial realisiert sieht. Eine kühne Architektur, die in kraftvollen Schwarzweiß-Aufnahmen dokumentiert wird und die Atmosphäre der sechziger Jahre fast sinnlich verdeutlicht, schreibt G.K. Eine würdige Hommage zum hundertsten Geburtstag Egon Eiermanns.
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