Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2003
Der Potsdamer Filmhistorikerin Heide Schönemann ist mit ihrer Studie zu Paul Wegener eine "geglückte Rekonstruktion" gelungen, findet Thomas Meder und gerät ins Schwärmen: In ihren Recherchen zum "biologischen Leben des Films, nach seinen künstlerischen Ahnen" habe die Autorin die "Phantasien" des Schauspielers und Regisseurs aus den Zehner Jahren des 20. Jahrhunderts aus Fragmenten und Standfotos "neu erstehen" lassen. Schönemann, deren "breite visuelle Bildung" der Rezensent lobt, hat diese darüber hinaus "organisch in eine höchst widersprüchliche Umbruchszeit eingelagert", so Meder weiter. Selbst die "Bildwelten der Romantik und Neuromantik" habe die "Bilderarchäologin als Inspirationen" Wegeners "ausgegraben". Sorgen macht sich der Rezensent allerdings um die Zukunft solch "ambitionierter Filmbücher", berge die DVD doch die Möglichkeit, einer Publikation selbst Filmausschnitte beizugeben.
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