In deutscher Sprache gibt es bisher noch kein Buch, das in lexikalischer Form umfassende Informationen über wichtige Stile und Interpreten, Komponisten und Textdichter, historische Hintergründe und aktuelle Richtungen lateinamerikanischer Musik bietet. Das "Lexikon der lateinamerikanischen Volks- und Populärmusik" basiert auf der vom Autor angelegten Datenbank "Mula" (Música latinoamericana). Ca. 6000 Begriffe markieren die Entwicklung dieser Musik von den Anfängen, der Verschmelzung indianischer, spanisch-portugiesischer und afrikanischer Basiskulturen, bis zur Gegenwart, wo der New Yorker Latino-Pop à la Ricky Martín Triumphe feiert, die populäre Musik Brasiliens längst den Bossa Nova-Schuhen entwachsen ist und alte Herren aus Cuba wunderschön von längst vergangenen Zeiten singen.
Roman Rhode zeigt sich von der unglaublichen Menge an Stichworten und Einträgen zwar beeindruckt. Doch gerade in der großen Anzahl scheint seiner Ansicht nach auch ein Problem zu liegen. Tiefergehende Informationen sucht man hier seiner Ansicht nach vergebens, etwa wenn man an "gesellschaftlichen oder historischen Zusammenhängen" interessiert ist. Davon abgesehen hat Rhode allerhand Fehler in diesem Lexikon entdeckt, von denen er auch einige auflistet. Der Rezensent spekuliert darüber, ob es nicht vielleicht besser gewesen wäre, den "Untersuchungsgegenstand thematisch statt lexikografisch" zu behandeln, was - wie er andeutet - mehr Tiefgang ermöglicht hätte. An Claus Schreiners vergriffene Monografie 'Musica Latina" reicht seiner Ansicht nach dieses Lexikon nicht heran. Dieser Band habe sich - anders als der vorliegende - durch "übergeordnete Themen" und gleichzeitig gutes Register ausgezeichnet.
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