Elke Erb versammelt in ihrem neuen Buch Gedichte und einige kurze Prosatexte aus den Jahren 1996 bis 1999. Für ihre Texte gilt immer noch, was Erich Fried einst (anlässlich des Erscheinens des Auswahlbandes "Tost") über sie schrieb: "Ob die Prosa Prosa ist, ob die Gedichte Gedichte sind, bleibt oft fraglich. Das ist aber hier höchstens von Vorteil. Keiner dieser Texte, der auch nur vielleicht überflüssig wäre, keiner, der um eine Silbe zu lang ist. Und keiner, der literarisch oder literatenhaft anmutet."
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.12.2000
Cornelia Jentzsch stellt den neusten Gedichtband von Elke Erb vor. Wie immer bei dieser Dichterin liege das Wesentliche nicht offen, sondern, ähnlich wie bei einem Vexierbild , verborgen und müsse herausgelöst werden auf verschiedenen Schichten. In dem vorliegenden Gedichtband, so erklärt die Rezensentin, veranschaulicht Erb, was Dichten überhaupt bedeutet, was es von der Alltagssprache abhebt. Jentzsch führt zur Erläuterung einen Begriff aus der Philosophie an, das sogenannte "presque rien" oder "fast nichts", das sie als "Synonym für das Schöpferische " beschreibt. Es sei nur eine winzige, kaum wahrnehmbare Verschiebung, die das Alltägliche vom Poetischen ausmache, das sowohl vom Poeten selbst als auch vom Leser entdeckt und herausgeschält werden müsse. Elke Erb läßt sich bei der Arbeit in die Karten schauen, macht sie nachvollziehbar für den Leser, verspricht Jentzsch. So komme es, dass ihre Gedichte manchmal eher "komplexen poetischen `Denkwegenetzen`" ähnelten. Sie strebe an, Sprache so ins Gehirn zu transportieren, dass sie fühlbar werde. Jentzsch jedenfalls zeigt sich von den Resultaten sehr angetan.
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