Wann ist ein Mensch ein Mensch, und was hat das damit zu tun, ob es ein Mann oder eine Frau ist? Ist Helfen männlich? Weiblich? Menschlich? Ist es am Ende nur ein Schrei nach Liebe? Buschheuer: "Ich hab auch nie zu einem Partner gesagt: Jetzt streng dich mal bisschen an. Rubbel hier. Rubbel da. Es war immer toll für mich, weil ich ja verliebt war. In Liebesdingen bin ich unverführbar. Es sei denn, jemand kommt und sagt: Ich glaub, ich bin impotent." Therapeutin: "Aha, weil du dann denkst, du kannst ihm helfen."
Rezensentin Ursula März bewundert Else Buschheuer dafür, die Idee des Helfens mit ihrem Buch von normativem Druck zu befreien. Dass Egozentrik und Altruismus zusammengehen können, illustriert die Autorin laut März eindrucksvoll an ihrer eigenen Person und ihrem durchaus von autobiografischen Defiziten gespeistem Engagement in einer Bahnhofsmission. Angenehm findet März auch, dass die Autorin jeglichem Moralisierungs- und Missionierungsdrang abhold, dafür aber umso gescheiter, sachlicher und selbstkritischer ist. Buschheuers Erzählungen von Obdachlosen, Kranken und Sterbenden, aus Altenheimen, Hospizen und Obdachlosenküchen kann sie nur wärmstens empfehlen.
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