Aus dem Englischen von Wiebke Kuhn. Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet - und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.
Wieland Freund geht lächelnd aus dieser Lektüre hervor. Dass die Postapokalypse auch tröstlich sein kann, jedenfalls für unsereins heute, erfährt er bei Emily St. John Mandel. Zwar ist auch bei dieser Autorin das Dasein nach der Katastrophe (hier: einer menschenvernichtenden Grippe) eher trist, wüst und hoffnungslos. Doch die Autorin erfindet eine Heldin, die Trost im Theaterspiel findet und bei den alten Geräten im "Zivilisationsmuseum", Laptops etwa. So kann man es also auch sehen, erkennt der Rezensent und freut sich mit der Autorin über unsere durchtechnisierte, globalisierte und noch nicht untergegangene Gesellschaft.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…