Album mit 439 z.T. großformatigen Schwarzweißfotos. Literarische Initiale Günter Grass, Vorwort Pawel Huelle. Auswahl und Bearbeitung Stefan Figlarowicz, Aniela Sliwka. Zu bestellen nur beim Fibre Verlag in Osnabrück. Das Album zeigt die fotografische Landschaft Danzigs und dokumentiert die Geschichte der Stadt in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg: Das Bild der Kriegszerstörungen und des Wiederaufbaus, der Anfang neuer Gemeinschaft in einer Stadt, die von ihren alten Einwohnern verlassen werden musste, die Atmosphäre des Alltags in den ersten Nachkriegsjahren, das private, gesellschaftliche und politische Leben im nun polnischen Gdansk. Die Aufnahmen stammen überwiegend aus Privatsammlungen und Familienalben von Danzigern und anderen Personen, die in den Jahren 1945-1955 mit der Stadt verbunden waren. Im zweiten Teil des Albums finden sich ergänzend dazu Berichte von Einwohnern Danzigs aus der Nachkriegszeit sowie andere Dokumente wie Zeitungsartikel und Ausschnitte aus Publikationen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 08.03.2001
Andreas Breitenstein ist hell erfreut darüber, dass sich Stefan Figlarowicz die Mühe gemacht hat, jahrelang in Schachteln und Schubladen, Alben und Briefumschlägen nach Fotografien zu suchen, die das Leben in Danzig zwischen 1945 und 1955 dokumentieren. Denn das Danzig der Nachkriegszeit, einer Stadt, in der sich "wie nirgendwo sonst Gedeih und Verderb deutsch-polnischen Zusammenlebens verdichteten", so der Rezensent, kannte man bisher nur aus der Literatur. Was fehlte, waren die Bilder, meint Breitenstein. Und die sind nun da. Oft voller Kontraste. Etwa Fotos, auf denen man Deutsche sieht, die mit ein paar Habseligkeiten die Stadt verlassen müssen und Polen, die von der Roten Armee aus den polnischen Ostgebieten vertrieben und in Danzig zwangsangesiedelt werden. Der Rezensent hält den beachtlichen deutschsprachigen Bildband für ein wichtiges Zeugnis deutsch-polnischer Geschichte, der dazu beitragen könnte, gemeinsame Trauer über ein bitteres Kapitel der Geschichte zu empfinden.
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