Ediert nach der jeweils ersten Druckfassung unter Einbeziehung der Handschriften aus dem Archiv der Akademie der Künste Berlin von Manfred Schlösser und Martin Peschken. Mit den beiden ersten Bänden einer Kritischen Werkausgabe ehrt der Agora Verlag Berlin seinen Autor Erich Arendt (1903 -1984) aus Anlass seines 100. Geburtstages am 15. April 2003. Als Übersetzer des Nobelpreisträgers Pablo Neruda, der Spanier Rafael Alberti, Vicente Aleixandre, Luis Cernuda, Miguel Hernandez und Gongora, des Kubaners Nicolas Guillen, des Amerikaners Walt Whitman und des Franzosen Jean Cassou hat Erich Arendt deutschen Lesern Weltliteratur erschlossen. Erstmals wird sein eigenes lyrisches Gesamtwerk - unterteilt in das vom Prinzip Hoffnung getragene Schaffen bis 1959 (Band I) und das entscheidende von Melancholie, Trauer und Resignation geprägte Spätwerk (Band II) sowie bisher unveröffentlichte Gedichte - vorgelegt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.04.2003
"Mit einem Gefühl von Glück" hat Jens Bisky diese ersten beiden Bände der Werkausgabe in den Händen gehalten, so sorgfältig und großzügig findet er sie ediert. Auch sei den Herausgebern ein wunderbarer Kompromiss gelungen zwischen den Forderungen des Lesers und denen des Philologen. Von Erich Arendts Gedichten selbst musste Bisky scheint's nicht erst überzeugt werden. Nichts daran erinnert Bisky an das "miefig Provinzielle der DDR", in die Arendt 1950 nach seiner Emigration zurückkehrte und in der er - geehrt und schikaniert - als Außenseiter geduldet wurde. Im Gegenteil: Den Zauber der Gedichte machen für Bisky gerade ihre Versuche aus, "Zusammenhängendes zu zertrümmern, Fantasien zu entfesseln, wie es kein Opium-Laden vermöchte".
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