Aus dem Englischen von Ute Mihr. Ein Leben ohne Internet? Für Simon das Größte! Simons wohl größter Ruhm ist seine Flucht vor aufgebrachten Alpakas. Die ging auf YouTube viral. Aber die Geschichte, die die ganze Welt über ihn erzählt, ist eine andere - eine, die er unbedingt vergessen möchte: Simon überlebte einen Amoklauf an seiner Schule. Zwei Jahre sind seitdem vergangen. Jetzt zieht er mit seinen Eltern in die National Quiet Zone, den einzigen Ort in den USA, in dem es kein Internet gibt. Sein Dad beginnt dort als Diakon, seine Mutter arbeitet als Bestatterin, und endlich findet Simon auch neue Freunde: die wunderbare Agate vom Angoraziegenhof und Kevin mit den grünen Haaren. Zusammen faken sie Signale aus dem All, verwirren die ortsansässigen Wissenschaftler und sorgen für eins: dass Simon ein neues Leben hat.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.05.2025
Rezensentin Sylvia Schwab freut sich über ein äußerst gelungenes Kinderbuch von Erin Bow, die eigentlich Teilchenphysikerin ist: Der zwölfjährige Simon ist an einen Ort ohne Handyempfang gezogen, denn dort wird Weltraumforschung betrieben. Grund für den Umzug war ein traumatisches Erlebnis, dessen Dimensionen erst im Laufe des Romans entfaltet werden. Traurig ist das Buch deswegen aber keinesfalls, betont Schwab, der ängstliche Simon lernt mit Agate und Kevin zwei weitere Außenseiter kennen, die zu Freunden werden - ihre Eltern sind Bestatter, Astrophysikerinnen und Eisverkäufer, was für Schwab zu einem skurril-fröhlichen Leseerlebnis beiträgt. Gerne liest die Kritikerin davon, wie die drei Freunde auf dem abgeschotteten Gelände slapstickhaft die verrücktesten Abenteuer erleben.
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