Das neue Werk des Historikers über Vorbedingungen und Geschichte der Weimarer Republik und ihre Bedeutung bis in die Gegenwart. Die Weimarer Republik, ungefestigte Demokratie zwischen dem bolschewistischen Willen zur Weltrevolution und der radikalfaschistischen Gegenbewegung des Nationalsozialismus, wurde zerrieben durch den Kampf der beiden gewalttätigen Ideologien, die im 20. Jahrhundert die Welt veränderten und das politische Denken breiter Bevölkerungsschichten beherrschten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2006
Kritisch geht Rezensent Wolfram Pyta mit Ernst Noltes Geschichte der Weimarer Republik ins Gericht. Er sieht den umstrittenen Historiker in seinen bekannten universalhistorischen Deutungsmustern befangen. Nolte interpretiere die Geschichte der Weimarer Republik als Beziehungsgeschichte zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus, aus deren Würgegriff sich die ungefestigte Demokratie nicht befreien konnte. Die Argumentation Noltes hält Pyta in vieler Hinsicht für fragwürdig. So überzeichnet Nolte seines Erachtens die Bedeutung der Oktoberrevolution stark, während er den Nationalsozialismus im Gegenzug auf seine antikommunistische Stoßrichtung reduziert. Generell wirft Pyta dem Historiker vor, bei seinen Argumentation die lebensweltlichen Realitäten der Zeit zu vernachlässigen sowie die neuere Forschung zum Thema zu ignorieren.
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