Julian Barnes: Abschied(e)Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte…

Rudolph Chimelli nennt diese Geschichte der Araber lesenswert, doch macht er auch etliche Kritikpunkte fest, die recht gravierend erscheinen. Positiv rechnet er dem Historiker Eugene Rogan an, dass er die Hintergründe der aktuellen Revolten in der arabischen Welt gründlich analysiert und auch mit unbequemen Wahrheiten nicht hinterm Berg hält, etwa dass bei Wahlen immer die Partei am besten abschneide, die den USA am feindlichsten gesinnt sei. Auch wie Rogan den Nahost-Konflikt mit dem ungerechten Teilungsplan der UN begründet, findet Chimellis Zustimmung. Negativ zu Buche schlägt in den Augen des Rezensenten dagegen die Entscheidung, diese Geschichte der arabischen Welt mit der osmanischen Eroberung beginnen zu lassen, also zu dem Zeitpunkt, als die Araber aufhörten "selbstständig handelnde Akteure der Geschichte zu sein". Die achthundert Jahre, in denen die Araber ihr Weltreich eroberten und zur Blüte führten, tauchen nicht auf. Zweifel äußert Chimelli auch am Begriff der Araber sowie an der Entscheidung, kein Wort über "Poesie, Literatur, Musik oder Küche" zu verlieren.