Florian Malzacher

Gesellschaftsspiele

Politisches Theater heute
Cover: Gesellschaftsspiele
Alexander Verlag, Berlin 2020
ISBN 9783895815133
Kartoniert, 164 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Während sich das Theater in den letzten Jahren stark politisiert hat, wächst auch die Kritik an zu viel Botschaft, zu viel Moral, zu viel Diversität. Gesellschaftsspiele ist ein Plädoyer für einen starken Begriff des Politischen. Und für ein Theater, das Missstände nicht nurspiegelt, sondern aktiv Teil gesellschaftlicher Veränderung sein will. Gesellschaftsspiele zeigt, warum und in welcher Vielfalt Theater heute in verschiedenen Teilen der Welt nicht nur in seinenInhalten, sondern auch in seiner Form politisch ist. Anhand zahlreicher Beispiele aus darstellender, bildender und aktivistischer Kunst (von Brecht über Christoph Schlingensief, Milo Rau, Zentrum für Politische Schönheit, Lotte van den Berg, Public Movement, Gintersdorfer/Klaßen, Jonas Staal,Mierle Laderman Ukeles bis Pussy Riot u.v.a.) untersucht Florian Malzacher ein Theater, das im Spannungsfeld von Repräsentation und Partizipation spielerisch und ernsthaft zugleich auf seine eigenen, spezifischen Möglichkeiten setzt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.07.2020

Interessant findet Simon Strauss den Essay des Dramaturgen Florian Malzacher insofern, als der Autor dem Theater hier eine dezidiert politische Rolle zuweist, als "herrschaftsfreie Präsentationsfläche für alle" nämlich. Einzuwenden hat der Rezensent dagegen, dass so ein Konzept das Versprechen eines universalen Interesses missachtet. Als materialreicher Überblick über das "aktuelle postdramatische Geschehen" taugt der Band laut Strauss jedenfalls gut.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.06.2020

Rezensentin Shirin Sojitrawalla lernt anhand von Beispielen von Schlingensief über She She Pop bis Milo Rau und seinen frühen Arbeiten, was politisches Theater vermag. Wenn der Dramaturg und Autor Florian Malzacher in fünf Kapiteln und mit deutlicher Sympathie für sein Thema Formen des gegenwärtigen politischen Theaters untersucht, Partizipation, Aktivismus und Identitätspolitik streift und über die Konkretisierung des Utopischen auf dem Theater schreibt, packt Sojitrawalla die Sehnsucht nach dem Theater, nicht nur dem politischen.
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