In einer Projektwoche soll der 14-jährige Lanz einen Blog schreiben. Erst sträubt er sich, doch dann breitet er rückhaltlos sein Leben aus: die seit der Trennung der Eltern gespaltene Familie, die Kompliziertheit zweier Zuhause, die Ödnis seiner Kindheit in einem Dorf in der Schweiz, seine Probleme mit dem Erwachsenwerden … Und dann sind da noch die misslungenen Annäherungsversuche an Lynn, derentwegen er sich überhaupt erst für den Blogger-Kurs angemeldet hat. Flurin Jecker erzählt in seinem Debütroman von einem Jungen, der die Zumutungen der Welt kommentiert, und das in einer eigenwilligen und wuchtigen, restlos glaubwürdigen Sprache.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.05.2017
Rezensentin Sandra Kerschbaumer findet Flurin Jeckers Debütroman eigentlich ganz schön. Die Adoleszenzgeschichte aus der Schweiz hätte für ihren Geschmack allerdings weniger Slang nötig gehabt, um dem Leser glauben zu machen, dass hier auch wirklich ein Jugendlicher spricht. Was ein junger Mensch an Anpassung leisten muss, wenn er die Kindheit verlässt und nach vorn schreitet, kann Kerschbaumer auch ohne Anbiederung durch zu viel Alltagsnähe und Worte wie "ultra" erkennen. Dass Jeckers Held nicht so durchgeknallt ist wie Holden Caulfield, macht dagegen nichts, findet sie.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.03.2017
Samuel Moser erfährt mit Flurin Jeckers Roman noch einmal, was es heißt, vierzehn zu sein. Freud, Leid, Empfindsamkeit und Unsicherheit des jungen Einzelgängers Lanz bringt der Autor nach Mosers Meinung in einer authentischen Sprache, humorvoll und ohne große Einmischung rüber. So gelingt laut Rezensent sowohl die Darstellung konkreter Individualität als auch der Pubertät im Allgemeinen. Mit vierzehn ist das Leben ganz schön kompliziert, findet Moser.
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