Aus dem Spanischen von Stefanie Gerhold. Fernando wächst in ärmsten Verhältnissen am Rande Barcelonas auf, alleine mit seiner Mutter, die sich ihren Lebensunterhalt mit Putzen verdient. Am Tag der Ereignisse, dem "Tag des Watussi", wird in einer Bauruine ein 13-jähriges Mädchen ermordet aufgefunden. Auf einem ihrer Streifzüge durch das Viertel Montjuic kommen die beiden Freunde Fernando und Pepito zufällig am Tatort vorbei. Sie gehören zu den ersten, die vom Tod Julias, der Tochter des Mafiabosses Celso, erfahren. Der Hauptverdacht fällt auf den mysteriösen "Watussi", der von den einen Bewohnern des Viertels verehrt und von den anderen gefürchtet wird. Die beiden Freunde machen sich auf die Suche nach ihm und geraten in einen Strudel von aberwitzigen Begegnungen und Abenteuern kreuz und quer durch Barcelona.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.12.2004
Leider lässt sich die authentische Umgangssprache, die der spanische Autor Francisco Casavella für seine Romanen über die Elendsviertel Barcelonas so virtuos einsetzt, nur schwer ins Deutsche übertragen, bedauert Walter Haubrich. So ging auch in dieser Übersetzung des zweiten Bandes von Casavellas Roman-Trilogie über die Abenteuer des Botenjungen und späteren Chauffeurs Fernando in den "Barackensiedlungen, Hafenhallen, billigen Nachtclubs und Hurenhäusern" der Metropole viel von dem Humor und Einfallsreichtum des Originaltextes verloren und wirkt "nur noch ordinär". Was allerdings auch nicht heißen soll, Casavella wäre ein verkannter Sprachkünstler. Im Gegenteil: Wer nicht aufmerksam liest, verliert im Wirrwar der Erzählstränge schnell den Faden, bemängelt Haubrich.
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