Aus dem Spanischen von Sabine Panzram. Über keine Persönlichkeit der Antike wissen wir mehr als über Cicero. Aber was wissen wir über den privaten Cicero, den Freund, den Vater und Ehemann? Wie nahmen ihn seine Gegner wahr? Von Cicero sind fast tausend, oft sehr persönliche, Briefe überliefert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.09.2010
Hat er sie oder sie ihn geformt, Cicero die Zeit oder umgekehrt? Um das herauszufinden empfiehlt Uwe Walter den Band des Althistorikers Francisco Pina Polo. Hier werden der Herrscher und große Selbstdarsteller sowie sein Handeln aus Traditionen, Mustern und Situationen heraus analysiert, dass es dem Rezensenten eine Freude ist. Wenn der Autor also nicht allein auf die Kraft des Ciceronischen Wortes vertraut, sondern die Chronologie mit kleinen Essays zu Leitthemen der Biografie unterbricht, spitzt Walter die Ohren. Schlauer, etwa betreffend die Rolle von Religion und Priestertum im alten Rom, ist Walter danach meistens und weiß zum Beispiel mehr über die symbolische Bedeutung von Orten. Nur begrifflich traut er dem Autor nicht immer über den Weg. Die Vorstellung von einem Imperium Romanum etwa, meint er, hat es zu Zeiten Ciceros noch nicht gegeben.
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