Francois-Rene de Chateaubriand

Atala

Cover: Atala
Dörlemann Verlag, Zürich 2018
ISBN 9783038200536
Gebunden, 140 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen von Cornelia Hasting. Chateaubriand reist 1791 nach Amerika, um der Gewalt der Französischen Revolution zu entgehen. Dort entsteht auch "Atala", seine von den klassischen Texten der Antike inspirierte Novelle, die 1801 in Frankreich erschien und zu einem gro ßen Erfolg werden sollte. "Atala" erzählt die Geschichte zweier Liebender, die verfeindeten Indianerstämmen angehören. Chactas und Atala können zusammen fliehen, und sie finden Zuflucht bei einem alten Einsiedler. Doch ihrer Liebe steht ein Gelübde entgegen, das Atala der Mutter gegeben hat.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.06.2018

Schon im Erscheinungsjahr 1801 war Francois-Rene de Chateaubriands Roman "Atala" ein Riesenerfolg, und Rezensent Joseph Hanimann versteht nach der Lektüre einmal mehr,weshalb: Schon der Sogkraft des Anfangs kann sich der Kritiker nicht entziehen, wenn Chateaubriand geradezu filmreif die französische Kolonie Louisville, die endlosen Prärien und das Zirpen und Summen des Dschungels ausmalt,. So romantisch Hanimann die Szenerie auch erscheint, stellt er doch fest, dass in der Geschichte um die junge Häuptlingstochter Atala, die den Indianerjungen Chactas befreit und mit diesem das Gelübde bricht, ewig Jungfrau zu bleiben, "Harmonieverlangen, Idylle und Gottesgefälligkeit" immer wieder aus den Fugen geraten. Großartig, wie Chateaubriand der christlichen Glückseligkeitserwartung "Niespulver über den Heiligenschein" streut, schwärmt der Kritiker, der auch mit Cornelia Hastings Übersetzung sehr zufrieden ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.05.2018

Andreas Platthaus findet ein zeitloses Vergnügen an der Lektüre von Francois-René de Chateaubriands erfolgreichstem Buch. Die 1801 erschienene Indianergeschichte besticht laut Rezensent durch eine staunenswerte Antiquiertheit, die bei Platthaus Freude auszulösen vermag über die dramatische Emphase und literarische Reminiszenzen an Novalis oder den Hamlet. Dass Karl May (der Chateaubriand wohl gelesen hat) und sein Winnetou ohne diesen Text nicht denkbar wären, glaubt der Rezensent wohl. Die Übersetzerin Cornelia Hasting lobt er für ihre Arbeit an einem Stück Kolportage, äh, einem "arg zeitgebundenen" Prosastück.
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