Hamburg, im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends. In einem Park in Eimsbüttel wird die Leiche eines 16jährigen Schülers entdeckt. Er ist an einer hohen Dosis Amphetamine gestorben. Sein Vater Ivo kommt wenige Tage später aus dem Knast - und möchte herausfinden, was hinter dem Tod seines Sohnes steckt.Ivo ist Ende der Achtziger Jahre nach Hamburg gekommen und hat gemeinsam mit seinem Blutsbruder Nicolai Geld auf dem Kiez gemacht. Ivo mit Discotheken und Clubs, Nicolai mit Immobilien. Doch ihre frühere Nähe und Verbundenheit scheint rissig geworden zu sein. Nicolai hütet ein Geheimnis über den Tod von Ivos Sohn, und das hat furchtbare Folgen.In kurzen schnellen Szenen entwirft der Meister des deutschsprachigen Noir ein großes Panorama der dunklen Seiten Hamburgs, hart und erbarmungslos. Von den Vorstadtvillen und bürgerlichen Stadtteilen über den Hafen bis ins tiefste Milieu, von Grenzen überschreitender Lust bis zu kaltblütigen Morden. Das schnelle Geld dunkler Geschäfte trifft das alte Geld hanseatischer Kaufmannsfamilien. Und mittendrin zwei Freunde, um die ein Imperium zerfällt.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 08.10.2021
Rezensent Thomas Wörtche hält Frank Göhres Krimi um halbseidene Machenschaften in Hamburgs Immobilienbusiness für einen großen Wurf. Dass der Autor straight eine Räuberpistole erzählt, ohne große Kontextualisierungen und Moralisierungen, konzentriert, präzise, klar und bitterböse, gefällt Wörtche gut. Die Story um zwei rumänischstämmige Geschäftemacher und ihre fatalen Verbindungen zu den "big movers and shakers" der Hansestadt, um Freundschaft, Loyalität und Gier, ist für Wörtche klassischer Noir ohne Sperenzien.
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