Fredy Gareis hat sich einiges vorgenommen: eine Reise von Tel Aviv nach Berlin, mit einem alten Stahlrad, ohne jedes Training. 5000 Kilometer, die ihn durch Länder wie Jordanien, Libanon, Albanien und Kosovo führen. Auf seiner Fahrt durch blühende und vernarbte Landschaften sammelt er die Geschichten der Bewohner mit über vierzig Konfessionen ein - manchmal lachend, manchmal verzweifelnd, immer mit Gespür für politische und geschichtliche Hintergründe. Er trifft auf Saddam, den Obsthändler, und auf alte UCK-Kämpfer. Auf Menschen, die von Deutschland träumen, und auf Priester, die ihn mit Raki abfüllen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.10.2014
Ein außergewöhnliches Buch, jubelt Rezensent Stefan Fischer nach der Lektüre von Fredy Gareis' Reisebuch "Tel Aviv - Berlin". Er begleitet hier den Journalisten bei seiner 124-tägigen Fahrrad-Reise von Tel Aviv in seine Heimatstadt Berlin und zeigt sich ebenso überrascht wie begeistert, dass Gareis im Vergleich zu jenen, die von der vertrauten Heimat aus starten, eine ganz andere Perspektive gewinnt. Insbesondere lobt der Kritiker dieses Buch allerdings als "anschauliches" Bild vom Zustand in Europa und Nahost. Er folgt Gareis' ganz verzauberten Ausführungen über Athen ebenso gebannt wie seinen exotischen Beschreibungen von Jordanien, Ägypten, dem Libanon und der türkischen Provinz. Interessiert liest der Rezensent auch, wie ernüchtert der Journalist die Zustände in Albanien, Bosnien, Herzegowina, Serbien und dem Kosovo beschreibt. Besonders gefallen Fischer die Schilderungen aus Palästina, in denen Gareis ganz auf den aktuellen "Erregungsjournalismus" verzichtet.
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