Mit Illustrationen von Anne-Kathrin Bell. Lumi ist gar nicht begeistert, als plötzlich ihre Oma bei ihnen zu Hause einzieht. Ihre Oma, die vergisst, dass sie eine Enkeltochter hat, die immer dieselben Sachen sagt und ihre Tabletten heimlich in die Fensterritzen krümelt. Bis Lumi merkt, dass ihre Oma eine ganz andere wird, wenn sie an früher denkt: Dann nennt sie Lumi liebevoll ihren "kleinen Schnauber" und erzählt mit leuchtenden Augen von der Zeit, als sie und ihr Schnuck frisch verlobt waren und sie in der Drogerieabteilung im Kaufhaus gearbeitet hat. Jeden Nachmittag besucht Lumi sie nun oben in ihrem Zimmer, und bald kann sie sich ein Leben ohne ihre Oma gar nicht mehr vorstellen …
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2017
Was für ein Debüt, schwärmt Rezensentin Andrea Duphorn über dieses Kinderbuch von Friederike Köpf. Der Autorin gelingt das Kunststück, schon Kinder im Grundschulalter mit dem Thema Demenz vertraut zu machen, fährt die Kritikerin fort und schmunzelt das ein oder andere Mal, wenn ihr Köpf mit Witz, Einfühlungsvermögen und in "schnoddrigem" Ton erzählt, wie die kleine Lumi auf ihre demente, zunehmend eigensinnige Oma reagiert. Und Anne-Kathrin Behls Schwarzweiß-Zeichnungen haben Duphorn auch gefallen.
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