Merit, Dennis und Frederick lernen sich in einem Chatroom kennen und können es erst nicht glauben: Sie haben alle keine "richtigen" Väter, sondern wurden aus ganz unterschiedlichen Gründen künstlich gezeugt. Die Suche nach ihren leiblichen Vätern bleibt zwar erfolglos, doch dass sie sich mit der Frage nach ihrer Identität auseinander setzen, macht sie stark. Wenigstens sind sie Wunschkinder, so wollen sie es zumindest sehen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 17.11.2005
Dennis, Frederick und Merit haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle Produkt einer anonymen Samenspende und auf der Suche nach weiteren "Freunden aus dem Kühlschrank", wie es die Rezensentin Heike Kunert bezeichnet. "Das unsichtbare Herz" von Friedrich Ani ist ein "ernstes, ein nachdenkliches Buch", findet Kunert, "dessen temporeiche Dialoge und unterkühlte, sperrige Sprache das Lesen nicht immer leicht machen." Die Identitäts- und Vatersuche, auf die sich die drei Protagonisten begeben, führt ins Leere. Eine Flucht von zu Hause bringt keine neuen Ergebnisse, außer der Erkenntnis, dass "man sich nicht kennen lernen kann, wenn man nur mit sich selber um die Wette läuft und überlegt, ob im Sperma schon Seele ist", resümiert die Rezensentin die Botschaft des Romans.
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