Friedrich Bury

Briefe aus Italien an Goethe und Anna Amalia

Cover: Briefe aus Italien an Goethe und Anna Amalia
Wallstein Verlag, Göttingen 2007
ISBN 9783835301412
Gebunden, 232 Seiten, 19,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Martin Dönike. Johann Friedrich Bury war einer der "Künstlerburschen", mit denen Goethe in den Jahren 1786 bis 1788 am römischen Corso zusammenlebte. Zu seiner Zeit war er ein gefragter Porträtmaler, auch wenn sein Name in kunstgeschichtlichen Untersuchungen heute nur am Rande auftaucht. Die Germanistik kennt ihn als eine der zahlreichen Figuren aus Goethes Italienischer Reise. In Weimar hat sich ein Konvolut von insgesamt fünfzig Briefen erhalten, die Bury zwischen 1788 und 1798 an Goethe sowie an die Herzoginmutter Anna Amalia schrieb - ­ ein Glücksfall. Diese Briefe aus Italien werden nun erstmals veröffentlicht und kommentiert vorgelegt. Sie zeigen eine individuelle Malerbiografie auf der Schwelle zwischen Klassizismus und Romantik aus nächster Nähe. Mit seinen Berichten gibt Bury darüber hinaus ebenso interessante wie amüsante Einblicke in ein Künstlerleben im Rom des 18. Jahrhunderts.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2007

Gustav Seibt hat sich mit zwei Publikationen beschäftigt, die auf je eigene Weise ein Licht auf Goethes Aufenthalt in Rom werfen. Vom Band mit Briefen des Malers Friedrich Bury an Goethe und die Herzogin Anna Amalia ist der Rezensent hellauf entzückt. Was ihn so bezaubert, ist die ungebremste Leidenschaft, mit der der mittellose Künstler, mit dem Goethe neben Tischbein und Schütz in Rom eine Wohnung teilte, dem Dichter seine Freundschaft und Liebe versichert. Im Übrigen lobt Seibt nachdrücklich die philologisch hervorragende Arbeit von Herausgeber Martin Dönike, dem er in seinem Kommentar zwar eine gewisse Trockenheit hinsichtlich der feurigen Liebesbeweise des jungen Malers attestiert, dessen kunsttheoretische Anmerkungen er aber sehr zu schätzen weiß.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2007

Von Rezensent Roberto Zapperi freudig begrüßt wird die erstmals vollständige Ausgabe der Briefe des in Rom weilenden Malers Friedrich Bury an Goethe und die Herzogin von Weimar, Anna Amalia. Bury sei zwar ein eher zweitklassiger Künstler gewesen, aber ein Freund Goethes und so erfahre man aus seinen Briefen sehr viel über Goethes Aufenthalt in Rom, über dessen Interessen und Unternehmungen, so Zapperi beglückt. Er lobt die sorgfältige Edierung der Briefe durch Martin Dönike und findet es nur bedauerlich, dass dessen informative Anmerkungen nicht auch Eingang in das Register gefunden haben.
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