Herausgegeben von Laura Bolognesi. Klopstock betrachtete die Dichtung geistlicher Lieder als seinen zweiten Beruf. In der Lieddichtung gab er mit Rücksicht auf den Gottesdienst den erhabenen Ton zugunsten eines einfacheren Ausdrucks auf. Dieser Band bietet die erste wissenschaftliche Edition der 1757 und 1769 erschienenen Lieder und der Vorreden, die Vorlagen der im ersten Teil enthaltenen "Veränderten Lieder" und zwei bisher unveröffentlichte Lieder aus dem Klopstock-Nachlass. Der Lieddichter Klopstock ist der lutherischen Tradition verbunden und zeigt dennoch eine unverwechselbare Handschrift in der Sprachgewalt, in der begeisterten Anbetung Gottes und in der eschatologischen Hoffnung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.07.2011
Dem Zauber, den Klopstocks Oden auf die Generation des Sturm und Drang ausübten, kann sich auch Rezensent Steffen Martus nicht entziehen. Aber er weiß ebenfalls um die Mittel, die Klopstock einsetzte, um jene zauberische Wirkung herbeizuführen. Klopstock experimentierte mit der Sprache, "nutze sie in ihrer ganzen Beweglichkeit aus", schreibt der Rezensent. Semantik, Syntax und vor allem Metrik seien seine bevorzugten Versuchsfelder gewesen; hinzu komme ein Hang zur Verdunkelung des Sinns, der seine Leserschaft erst recht zur Versenkung in die Texte anhalte. Obendrein hat Klopstock große Sorgfalt auf editorische Details verwandt und seine Werke beständig überarbeitet, wie Martus erzählt. Nicht zuletzt aus diesem Grund hält der Rezensent eine historisch-kritische Ausgabe für die einzig gebotene. An einer solchen, übrigens der ersten seit 1889, arbeiten die Klopstock-Experten Horst Gronemeyer und Klaus Hurlebusch seit fast vier Dekaden. Martus findet nichts als lobende Worte für das Projekt, welches nun um die Oden sowie die Geistlichen Lieder angewachsen ist.
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