"Sahel" bedeutet auf Arabisch "Ufer" oder "Küste" - gemeint ist das Südufer der Sahara, des großen Sand- und Steinmeeres. Dieses Sahara-"Ufer" erstreckt sich vom Atlantik im Westen bis zum Roten Meer im Osten. Anteil am Sahel haben die Staaten Senegal, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Tschad, Sudan und Eritrea.Die AutorInnen analysieren die Situation in den neun Sahel-Staaten. Zudem werden das regionale Umfeld (Libyen, Tunesien) betrachtet sowie die wichtigsten internen Faktoren wie die Rolle des Islam, die Stellung der Frau, die unterschiedlichen Ethnien sowie Probleme der Migration und der Umwelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2022
Rezensent Joel Glasmann weiß, wie wichtig die Sahelzone für Europa ist und wie gering noch immer das Wissen um die Länder der Region. Mit Interesse nimmt er den federführend von Günther Lanier herausgegebenen Sammelband zur Hand. Einige Kapitel findet er durchaus aufschlussreich, etwa Charlotte Wiedemanns Beitrag zur Weidewirtschaft oder Ishraga Mustafa Hamids und Franz Schmidjells Artikel zur Migration. Weniger überzeugen können ihn allerdings die Texte, in denen es unheilvoll raunt, in denen lange Bögen der Unterdrückung von der Kolonialisierung bis zur "Coronisierung" gezogen werden oder Hoffungen auf die "Erfindung einer neuen Welt" gesetzt werden. Da wird Glasmann es zu schematisch.
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