Galsan Tschinag

Das andere Dasein

Roman
Cover: Das andere Dasein
Insel Verlag, Berlin 2011
ISBN 9783458174943
Gebunden, 270 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Galsan Tschinag erzählt in seinem neuen Roman eine Liebesgeschichte voller Leidenschaft. Das andere Dasein meint die Chance, auch nach einem großen Verlust noch einmal das Glück zu erleben. Moskau im Spätfrühling des Jahres 1977: Der junge Burjate Minganbajir begegnet der ungarischen Studentin Anni und verliebt sich unsterblich. Sie erleben wunderbare Tage, dann muß sie nach Budapest zurückkehren. Sein einziger Brief kommt zurück mit dem Vermerk: "Kein Empfänger. Bitte an diese Adresse nicht wieder schreiben!".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2012

Der in der Westmongolei der vierziger Jahre geborene Galsan Tschinag ist ein Wanderer zwischen den Welten, sein Leben ein "ständiges Hin und Her zwischen Ur- und Uhrzeit", informiert Sabine Berking. Auch sein jüngster Roman lebe von dem Gegensatz zwischen Industriegesellschaft und der archaischen Lebensform der Nomaden. Die Rezensentin referiert die Liebesgeschichte zwischen einem Burjaten und einer Ungarin, die sich im sowjetischen Moskau begegnen und nach Abschluss ihres Fremdsprachenstudiums wieder trennen müssen. Dass sie dabei eine womöglich entscheidende Wendung verrät, rechtfertigt die Rezensentin damit, dass der Plot ohnehin "nicht gerade subtil" sei. Als erzähltechnisch zweifelhaft erscheint ihr der Kunstgriff, dass der Roman in zwei Teile gegliedert ist: der Teil vor der Wende wird als Geschichte erzählt, der danach als Bericht. Dagegen fasziniert sie "dieses urtümliche, knorzige Deutsch des Autors".
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 10.05.2011

Fast zu schön um wahr zu sein ist die Liebe zwischen dem Erzähler und der Mutter seiner durch einen Unfalltod verlorenen Studentenliebe, findet Ludger Lütkehaus, den das Happy End dennoch glücklich macht. Er schätzt den Humor, das Gefühl und die "Mitmenschlichkeit", mit der der auf Deutsch schreibende mongolische Autor Galsan Tschinag erzählt, und auch wenn er einräumt, dass es in diesem Roman mitunter etwas langatmig zugeht, freut er sich doch, dass alles so harmonisch in einer Jurte in den Weiten der Mongolei endet.
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