Mit Fotografien. Aus dem Englischen von Barbara Barthelmes. Sergei Rachmaninoff (1873-1943) gilt als der berühmteste Pianist seiner Zeit und als Komponist einiger der beständigsten Klassiker des gesamten Repertoires. Im Gegensatz zu der großzügigen Ausdruckskraft seiner Musik und seines Klavierspiels war er als zurückhaltender Mensch mit ernstem, verschlossenen Auftreten bekannt. In den Interviews und Gesprächen, die hier zum ersten Mal gesammelt und kommentiert veröffentlicht werden, äußert er sich offen zu seinen eigenen Kompositionen und zur Kunst des Klavierspiels. Er spricht über seine Einschätzung zeitgenössischer musikalischer Strömungen, über russische und amerikanische Musik und Musikpraxis, über seine Erinnerungen an die Jahre in Russland und sein Leben in der Emigration. Er erzählt von den Auswirkungen der Fremde und des Reisens auf sein künstlerisches Schaffen und berichtet von seinen Erfahrungen als Komponist, Pianist und Dirigent in den USA und Europa. Und er gewährt Einblicke in Aspekte seiner beruflichen Karriere, seines Familienlebens und seines Rückzugsortes in der Schweiz.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2024
Rezensent Jürgen Kesting nennt den von Geoffrey Norris herausgegebenen Band mit Gesprächen, Interviews und Miszellen von und mit Sergei Rachmaninoff aus der Zeit zwischen 1909 und 1941 einen Ego-Bericht. Das ist nicht bös gemeint, der Pianist und Komponist erscheint Kesting hier als bescheidener und wahrhaftiger Zeitgenosse, der sich dem musikalischen Zeitgeist allerdings entzog und den "Floskeln des Tiefsinns" auch. Dass sich hinter dem Mann in Moll ein Träumer und Idealist verbarg, ahnt der Rezensent beim Lesen schon auch. Editorisch findet Kesting den Band tadellos, Daten, Hinweise und Abbildungen in Hülle und Fülle, stellt er erfreut fest.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…