Mit 251 Farbtafeln. Von 1879 datiert die erste Luftaufnahme eines archäologischen Monuments, der Ruinen von Persepolis; ein halbes Jahrhundert später hatte sich die Flugbildarchäologie als Forschungsmethode bereits etabliert: Strukturen von alten Stadtanlagen, verschüttete oder versandete Nekropolen, steinzeitliche Kultstätten oder antike Bewässerungssysteme erschließen sich von oben gesehen weitaus deutlicher, werden oft erst aus der Luft erkennbar. In 51 Ländern auf allen fünf Kontinenten dokumentierte Georg Gerster seit den 60er Jahren archäologische Stätten jeder Größenordnung, Epoche und Kultur: von Stonehenge bis zur chinesischen Mauer, von der Akropolis, den Tempeln von Abu Simbel, die dem Assuan Staudamm weichen mussten, bis zu aztekischen Kultstätten in Mexiko und monumentalen Steinzeichnungen in der kalifornischen Wüste.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.03.2004
Luftfotografien, die nicht achtlos auf den Kaffeetisch abgelegt werden, aber dennoch beim Publikum Eindruck schinden sollen - so ließe sich das Fazit des - im Netz leider anonymen - Rezensenten ziehen. Zu den Besonderheiten: Der vorliegende Bad ist dem Werk eines einzigen Fotografen gewidmet und will dem Betrachter einen neuen Blick auf wichtige archäologische Stätten gestatten - dem entsprechen ein "kuratorischer Kraftakt" der Herausgeberin, die das Material einer Systematik unterworfen und für die fachliche Beschreibung der "Zielobjekte" eine kleine Heerschar von Archäologen herangezogen hat. Das Ergebnis erscheint dem Rezensenten dann aber doch recht konventionell: Die Textbeiträge sind auf populär getrimmt, die Bildgestaltung Georg Gersters bedient sich eines nicht gerade einzigartigen Repertoires - "steile Aufsichten, elegante Diagonalen und Totalen (...) viel Farbe, viel Sonne, viel Drama".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 12.11.2003
In diesem "prächtigen Band", der 251 großformatige Flugbilder archäologischer Stätten zeigt, habe Georg Gerster erneut unterstrichen, warum er an der "Spitze der Luftbildfotografen" stehe, schreibt Oswald Iten: Es sei die "Kombination von seinem breiten Bildungshintergrund mit seinem klar messenden Adlerauge". Doch auch die Herausgeberin Charlotte Trümpler habe ihr Scherflein zum Gelingen des Buches beigetragen, bemerkt der Rezensent, da sie anhand eines gelungenen "ausführlichen Abrisses" in die Anfangszeit der Luftbildarchäologie einführt. Auch lobt Iten die den Farbtafeln beigefügten erklärenden Texte, für die 29 Fachleute verantwortlich zeichnen, wie die systematisch Gliederung des Bandes in "zwölf sinngebende Kapitel", die Vergleiche zwischen Kulturen, Perioden und Erdteilen erleichtern.
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