Herausgegeben von Walter Raunig. Mit Beiträgen von Zewde Gabre-Selassie, Lothar Pascher, Stanislaw Chojnacki, Girma Fisseha. Mit einer Einführung von Asfa-Wossen Asserate. Der reich bebilderte Band über das große nordostafrikanische Land mit seiner Jahrtausende alten Tradition beschäftigt sich mit dem gesamten Kulturraum, der die heutigen Staaten Äthiopien und Eritrea umfasst. Eine ausführliche landeskundliche Einführung (Walter Raunig) vermittelt die Kenntnis von Landschaft und Bewohnern mit ihren mindestens 80 verschiedenen Sprachen. Die Darstellung der Geschichte Äthiopiens dokumentiert das weitgespannte Beziehungsgeflecht, in dem sich die christlich geprägte Kultur im Nordosten Afrikas entfaltete. Weitere kompetente Beiträge behandeln Geschichte und Gegenwart der äthiopischen Kirche (Dedjazmatch Zewde Gabre-Sellassie) sowie Aspekte der Volkskultur (Girma Fisseha).
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.12.2005
Oswald Iten hält das von Walter Raunig - einst Direktor der Völkerkundemuseen in Zürich und München - herausgegebene und kundig eingeleitete "Das christliche Äthiopien" für ein "hervorragendes Buch ". Der Band ist "reich bebildert", schreibt der Rezensent, auch wenn er zu bedauern hat, dass ein paar der Reproduktionen an Schärfe zu wünschen übrig lassen. Gleichwohl bringt das Werk dem Betrachter ins Bewusstsein, dass in Äthiopien seit etwa 350 das Christentum Staatsreligion ist - was sich in eindrucksvollen Bauwerken, darunter die größten Obelisken der Welt und "einzigartige Felsenkirchen", sowie in zahlreichen religiösen Kultgegenständen niedergeschlagen hat. Was Iten sich noch gewünscht hätte, wäre ein Kapitel darüber gewesen, inwieweit die christlich inspirierte Unterwerfung muslimischer Bevölkerungsteile und "animistischer Stämme" beigetragen hat zu den bis heute andauernden Unruhen des Landes.
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